Erste Hilfe bei Verletzungen, Wunden & Verbrennungen

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten  Maßnahmen für die Erste Hilfe bei Verletzungen, Wunden und Verbrennungen.

Sie werden überrascht sein, wie schnell durch homöopathische Maßnahmen die Beschwerdefreiheit erreicht werden kann. Häufig werden Sie keine weitere Versorgung benötigen. Wenn Sie die Gefährlichkeit einer Verletzung oder Verbrennung nicht übersehen können, suchen Sie jedoch – nach der Erstversorgung –  unbedingt einen geeigneten Therapeuten, oder das Krankenhaus auf!


1) Unblutige Verletzungen

a) Erschütterung durch Schlag, Fall oder Stoss:

  • Hauptmittel ist Arnica C30 (Zerschlagenheitsgefühl, alles erscheint hart,Blutergüsse, blaue Flecken; auch akutes Mittel bei Gehirnerschütterung),weitere Mittel nach Symptomenaufnahme und Repertorisation.
  • bei einem Fall auf das Steißbein od. Wirbelsäulenstauchung: Hypericum C30
  • wenn mit großen inneren Verletzungen zu rechnen ist: Millefolium ->Krankenhausb) Verrenkung und Verstauchung:
  • äußerliche Arnica-Umschläge (20 Tropfen der Tinktur auf 1/2 Liter Wasser) nicht länger als 12 Stunden! Verhindert das Anschwellen und erleichtertggf. das Einrenken. Jede Bewegung verursacht heftige Schmerzen; Angst vorBerührung, wird rot und blau.
  • Ruta, sofern unter Arnica die Blutergüsse nicht abklingen (Lahmheit,Ruhelosigkeit).
  • nach dem Einrenken Rhus toxicodendron C30 – 3 Globulie auf ein Glas Wasser,davon täglich 3-5 Teelöffel (vorher kräftig schlagen / kein Metalllöffel!), bis die Schmerzen abgeklungen sind. Bedürfnis ständig die Lage zuverändern.
  • bleiben, nachdem das Glied wieder gut bewegt werden kann, bei der Bewegungnoch (stechende) Schmerzen, so hilft meistens Bryonia. Bei langwierigenSchmerzen, besonders in den Handgelenken, hilft oft Ammonium carbonicum, bei den Fußgelenken Ruta. Ruta behebt auch das nachbleibende Knarren und Knacken.

c) Muskel- und Bänderriss:

Ist der Muskel nur angerissen, so treten an der Stelle starke Schmerzen und eine Verhärtung auf. Bei durchgerissenem Muskel od. Band bleibt das entsprechende Glied angezogen oder fällt nach unten.

  • Calendula bei unverhältnismäßig starken Schmerzen
  • Rhus toxlcodendron (Schmerzen zu Begin der Bewegung; Verlangen, die Lageändern)d) Sehnenverletzungen:
  • Verletzung durch falsche Drehung des Gelenkes (ziehende, reißende Schmerzen,große Schwäche in allen Gliedern): Anacardium (=Hauptmittel bei Sehnenverletzungen)
  • durchschnittene Sehne: Staphisagria (Unfälle von Schreinern, Metzgern etc.)
  • reißende Schmerzen in Bändern, Sehnen und Fascien; Schmerzen wie“auseinandergezogen“, starke Unruhe, Verlangen die Lage zu wechseln: Rhustoxicodendron
  • Wundversorgung: siehe Abschnitt blutige Wunden

e) Prellungen:

  • Prellungen mit Blutergüssen: Arnica C30 (ev. auch äußerlich, siehe oben);falls Arnica nicht entsprechend wirkt: Ledum C30 (passt besser bei Blutunterlaufungen, besonders wenn diese kalt sind!)
  • ist die Haut wundgescheuert („Wolf“): Ac.-sulf. od. Arnica (heiß u.brennend)Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Maßnahmen für die Erste Hilfe bei Verletzungen, Wunden und Verbrennungen.Sie werden überrascht sein, wie schnell durch homöopathische Maßnahmen die Beschwerdefreiheit erreicht werden kann. Häufig werden Sie keine weitere Versorgung benötigen. Wenn Sie die Gefährlichkeit einer Verletzung oder Verbrennung nicht übersehen können, suchen Sie jedoch – nach der Erstversorgung
  • unbedingt einen geeigneten Therapeuten, oder das Krankenhaus auf!

2) Blutige Verletzungen:

a) Quetschwunden:

  • ist die Haut nicht verletzt, sondern nur wundgerieben(Reiten): Ac.sulf.
  • ist nur die Haut verletzt (glatter Wundrand): Arnica innerlich u. äußerlich
  • ist aber Fleisch losgerissen( rauher, zackiger Wundrand), so hilft Calendula sehr viel schneller {die äußere Behandlung mit der Tinktur
  • 10 Tropfen auf eine Tasse Wasser – brennt eventuell etwas, reinigt und desinfiziert aber zuverlässiger als Jod und Jodersatzstoffe. Es tritt weder Eiterbildung noch eine „Blutvergiftung“ auf.

b) Stichwunden:

  • durch sehr scharfe Instrumente (Rasiermesser, chirurgische Schnittwunden): Staphisagria (stechend-brennende Schmerzen, wie Messerstich)
  • durch weniger scharfe Gegenstände (Nägel, Dornen, Mückenstiche): Ledum(Schmerzen dumpf, stechend, schneidend; schlechter d. Wärme, besser Bettwärme)
  • besonders bei Nervenverletzung: Hypericum (den Nervenverlauf entlang ziehende, schneidende Schmerzen)
  • bei Verletzung der Knochenhaut: Ruta C30/C200
  • bei gedehnten Schnitten (wo die Teile auseinandergezogen wurden): Calendula (äußerlich und innerlich)

c) Blutvergiftung:

  • Auswaschen mit Calendula-Tinktur (verdünnt, wie oben beschrieben)
  • Pyrogenium C200 (Hauptmittel), Gunpowder D2 1 Tablette, alle 1/2 Std. —> Arzt, Krankenhaus

3) Splitter:

Splitter oder Dornen entfernen. Sind sie zu klein und lassen sich nicht mit der Pinzette entfernen, so gibt man warmes Wachs, Harz oder Klebstoff darauf. Beim Abziehen werden die Splitter mit herausgezogen. Sind es viele kleine (z.B. Pflanzenstacheln), bestreicht man sie mit Öl und hält sie vor einen heißen Gegenstand (Kochplatte, Bügeleisen), nimmt dann ein Messer und schabt auf der Haut hin und her, bis alle Stacheln entfernt sind.

Ansonsten kommen dieselben Arzneien in Betracht, die unter Stichwunden aufgeführt sind.

  • wenn Fremdkörper nicht zu entfernen sind, reicht oft eine einzige Gabe Hepar sulf. C30/C200, um sie über Nacht rauseitern zu lassen (Ggf., falls konstitutionell besser passt: Sil.)

4) Bisswunden:

  • Hauptmittel ist Ledum C30/C200
  • von giftigen Tieren: Wunden zum Bluten bringen (Giftausscheidung), dichtan´s Feuer halten (der Wundschmerz und das Allgemeinbefinden bessern sich sehr schnell). Häufigstes und im Zweifel erstes Mittel: Lachesis (blauviolette Verfärbung)
  • siehe blutige Wunden
  • bei Tollwutgefahr: 2 Gaben Lyssinum Cl000 lm Abstand von 10 Minuten —> Praxis, Krankenhaus

5) Nagelverletzungen:

Den Nagel möglichst nicht abnehmen, da der neue Nagel dann besser nachwachsen kann.
Bluterguss eventuell mit 20er Nadel unter dem Nagel herausziehen lassen (Praxis).

  • Arnica (siehe unter Wunden)
  • Ledum (siehe unter Wunden)
  • Hypericum ( “ )
  • bei Splittern unter dem Nagel: Silicea (Hauptmittel)

6) Verbrennungen

Die Gefährlichkeit von Verbrennungen hängt weniger von der Tiefe der Gewebszerstörung als von der Größe der betroffenen Hautareale ab. Eine Brandwunde ersten Grades, bei der 2/3 der Hautoberfläche betroffen sind, ist

lebensbedrohlich! Bei großflächigen Verbrennungen sollte immer das Krankenhaus aufgesucht werden!

  • Schockmittel: Aconitum C30/C200 (äußerste Erregung u. Unruhe) Opium C30/C200 (Apathie, Ohnmacht)
  • leichte Verbrennungen (nur Hautrötung, keine Blasen): Urtica C30
  • oberflächliche Verbrennungen, keine od. geringe Bläschenbildung: Cantharis C30 (Verbrennungsschock, intensive Schmerzen, brennende Schmerzen beim Wasserlassen durch vermehrte Giftausscheidung)
  • Arsen C30 (kleine Bläschen, Schwäche, Unruhe, starkes Brennen,ev. Nekrotisierung, Besserung d. Wärme)
  • Causticum C30 (große Blasen, brennend u. juckend; Verbrennungen der Zunge)
  • bei alten Verbrennungen: Causticum C30 oder C200 (schlecht heilendeBrandwunden)
  • äußerlich: das verbrannte Glied in erwärmten Weingeist tauchen. Dies solange wiederholen, bis nach dem Herausnehmen kein Schmerz mehr auftritt (meist nach 10-20 Minuten).
  • Essig (Obst- od. Reisessig) pur auftragen, beseitigt schnell die Schmerzen, keine Narbenbildung. Wenn möglich ebenfalls anwärmen!
  • oder, besonders bei tiefen Verbrennungen: Umschläge mit warmem Seifenbrei (auch dann, wenn bereits Eiterung eingetreten ist). Zur Herstellung des Breies wird reine Kernseife mit warmem Wasser zu einem dicken Brei verrührt. Die Heilung erfolgt meistens sehr schnell.
  • bei Brandwunden 3. Grades: 100%ige Baumwoll-Watte anzünden und verkohlen (100g Watte reichen für eine handtellergroBe Fläche), die Rückstände mit Olivenöl mischen und die entstandene Paste vorsichtig auf die Wunde auftragen. Die Schmerzen lassen sofort nach. Aus den aufgetragenen Stoffen und dem Wundsekret bildet sich eine Kruste, die verhindert, dass weiteres Wundsekret abgesondert wird und der Patient Flüssigkeit verliert. Die Schicht soll an der Luft trocknen, keinen Verband anlegen! Nach wenigen Tagen fällt die Schicht ab und darunter erscheint die völlig geheilte Haut. Oft können hierdurch Hauttransplantationen vermieden werden.

Sonnenbrand

  • Essig, pur auftragen. Wegen der Berührungsempfindlichkeit mit einem Zerstäuber auftragen. Es entsteht ein kurzer heftiger Schmerz, danach Beschwerdefreiheit. Bei stärkeren Verbrennungen: siehe dort! Verätzungen
  • durch Säuren: Umschläge oder Baden der betroffenen Teile in Kreidewasser od. Basenpulver
  • durch Laugen: Baden od. Umschläge mit Essig —> Krankenhaus

Eine sinnvoll zusammengestellte homöopathische Notfallapotheke bekommen Sie unter dem Namen:

„Homöopathische Taschenapotheke nach Hp. Garbers“ bei der Honsberger Apotheke.

Diese enthält die 57 wichtigsten und am häufigsten gebrauchten Arzneimittel in einer Kunstledermappe. Bei Bedarf bestellen Sie diese bitte direkt bei der Honsberger Apotheke unter der Rufnummer 02191/349316 (Fax: 02191/387966)

Die Dosierung sollte immer individuell erfolgen. Grundsätzlich gilt, je akuter der Zustand, umso häufiger sollten die Arzneimittelgaben erfolgen. Mit einer Wasserauflösung (2 Globuli auf 1/4 Liter Wasser, vor jeder Einnahme mit einem Kunststofflöffel verkleppern, als wollten Sie Eischnee schlagen) können Sie nichts falsch machen.

Bitte immer aufhören, sobald eine Reaktion auftritt, dann nur bei Reaktionsstillstand wieder einsetzen!

© Hp. Uwe Garbers 2003

Weiterführende Seiten zum Thema:

Medizin der Zukunft (Radio ZuSa Interview mit Heilpraktiker Uwe Garbers zur Homöopathie)
Was ist klassische Homöopathie (eine kurze Information zum Wesen der Homöopathie)
Krankheitsauslösende Faktoren (zum besseren Verständnis der Homöopathie)
Der Ablauf einer homöopathischen Behandlung
Homöopathische Selbstbehandlung
Homöopathischer Fragebogen
Die Geschichte der Homöopathie
Samuel Hahnemann (kurze Biographie)
Abgrenzung des Begriffes Klassische Homöopathie von anderen Therapierichtungen
Vergleich Homöopathie – Schulmedizin (Allopathie)
Homöopathischer Wochenend- und Feiertagsnotdienst
Therapeutenliste (hier finden Sie einen Klassischen Homöopathen in Ihrer Nähe)
Literaturempfehlungen zur Klassischen Homöopathie
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Allergien heilen = homöopathisch behandeln
Das Fassmodell