Aromen

Was ist ein Aroma?

Das Lebensmittelrecht kennt künstliche, naturidentische und natürliche Aromen.

Künstliche Aromen sind Laborchemikalien, die in der Natur so nicht vorkommen. Davon sind bisher 15 EU-weit zugelassen.

Naturidentisch heißen Aromen, wenn die jeweilige Substanz zwar in der Natur vorkommt, aber im Labor nachgebaut wird.

Bei natürlichen Aromen lautet die Definition, dass der Rohstoff natürlichen Ursprungs sein muss – was nicht bedeutet, das er aus der namensgebenden Pflanze stammt. Ein Erdbeergeschmack, den Mikroorganismen aus Holzspänen produzieren, oder Pfirsicharoma, hergestellt aus Schimmelpilzen, nennen sich natürliche Aromen!

Der Begriff „natürliche Aromen“ auf der Verpackung ist daher ein deutlicher Hinweis, dass hier Geschmacksstoffe zum Einsatz kommen, die nichts mit der jeweiligen Frucht oder dem Gewürz zu tun haben.

Aroma bedeutet zudem, dass es sich um eine mehrere chemisch genau definierte Einzelsubstanz handelt. Diese versuchen, den typischen Geschmack  einer Frucht nachzubilden, können ihn aber nicht vollständig wiedergeben, da er sich in der Regel aus einigen hundert verschiedenen Stoffen zusammensetzt.

Wird ein solches Stoffgemisch aus der Frucht oder dem Gewürz herausgelöst, sprechen die Fachleute von einem Extrakt. Dieser ist dann allerdings in der Begriffssprache der Lebensmittelchemiker streng genommen kein natürliches Aroma, sondern ein Extrakt. Genauso, zum Beispiel als „Vanilleextrakt, wird er dann deklariert.